Wir wollen gemeinsam über Vergesellschaftung sprechen. Deshalb planen wir einen bundesweiten Vergesellschaftungstag. An diesem Tag gibt es an verschiedenen Orten bunte Aktionen. Wir wollen mit vielen Menschen ins Gespräch kommen und erklären, was Vergesellschaftung bedeutet.
Was passiert am Aktionstag?
In verschiedenen Städten gibt es den ganzen Tag über unterschiedliche Aktionen.
Zum Beispiel:
- eine Fahrradtour zu Orten, an denen Menschen gemeinsam arbeiten und leben
- Workshops zum Thema Vergesellschaftung
- Aktionen im öffentlichen Raum
- Informationsstände
- eine Veranstaltung zu einem neuen Buch
Genauere Informationen zu den Veranstaltungen findest Du hier:
Deutsche Wohnen und Co. enteignen, Berlin
Alles für Alle – oder?
Lass ma über Vergesellschaftung quatschen!
Was denkst du darüber, dass Wohnungen allen gemeinsam gehören sollen?
Sollten vielleicht auch andere Dinge vergesellschaftet werden?
DEUTSCHE WOHNEN & CO ENTEIGNEN ist am 10. Oktober von 14:30 bis 18:30 Uhr am Kotti.
Wir sind auf der Straße vor dem Aquarium.
Wir wollen mit euch sprechen und eure Meinung hören.
DEUTSCHE WOHNEN & CO ENTEIGNEN ist Teil des Bündnisses „Alles für Alle“.
Mit dieser Aktion machen wir beim deutschlandweiten Vergesellschaftungstag mit.
Komm vorbei!
Redscout24, Berlin
Redscout24 lädt euch zu einem Workshop ein.
Zuerst erzählen wir kurz, wie weit unser Projekt ist.
Danach arbeiten wir in kleinen Gruppen.
Wir sprechen über zwei Fragen:
1. Wie können Wohnungen nach den Bedürfnissen der Menschen vergeben werden?
Wir überlegen gemeinsam:
Wie könnte eine solche Wohnungs-Vermittlung aussehen?
Dazu entwickeln wir erste Ideen für einen Redscout24-Prototypen.
2. Wie können wir Redscout24 politisch umsetzen?
Wir überlegen:
Wie können wir mit politischen Gruppen und in Kommunen daran arbeiten?
Dazu sammeln wir Ideen für konkrete nächste Schritte.
Der Workshop findet im Aquarium statt:
Skalitzer Str. 6
15 bis 17 Uhr
Wir freuen uns auf euch!
communia, Berlin
Im Artikel 15 des Grundgesetzes steht, dass bestimmte Dinge vergesellschaftet werden können.
Vergesellschaftung bedeutet: Dinge, die für unser Leben wichtig sind, sollen gemeinsam organisiert und genutzt werden.
Mit Artikel 15 kann öffentliches Eigentum geschaffen werden. Dieses Eigentum kann demokratisch organisiert werden. Es kann sich am Gemeinwohl, also an den Interessen der Gesellschaft, orientieren.
Im Juli hat die Bundesregierung angekündigt: Sie will Vergesellschaftung nach Artikel 15 auf Landesebene durch ein Gesetz des Bundes verbieten.
Warum ist das wichtig?
Die Debatte über Vergesellschaftung wird immer stärker geführt. Dabei geht es auch um die Interessen von großen Unternehmen und der Bundesregierung.
Das ist nicht nur eine Frage des Rechts.
Es gibt schon viele Beispiele dafür, wie Menschen Dinge gemeinsam organisieren, die sie im Alltag brauchen.
Bei communia gibt es dafür die Idee des „Öffentlichen Luxus“.
Damit ist gemeint: Alle Menschen sollen Zugang zu wichtigen Dingen und Dienstleistungen haben. Dazu gehören zum Beispiel Wohnen, Mobilität, Energie und andere Bereiche unseres Lebens.
Abendveranstaltung um 19 Uhr
Bei der Abendveranstaltung von communia sprechen wir über zwei Fragen:
- Wie können wir auf die geplanten Einschränkungen von Artikel 15 reagieren?
- Wie kann Vergesellschaftung auch über das Thema Wohnen hinausgehen?
Wir sprechen außerdem darüber:
- Welche Ideen für Vergesellschaftung sind in der Klimakrise wichtig?
- Wie können wir diese Ideen umsetzen?
Zu Gast
Sabine Nuss arbeitet als Autorin und Podcasterin zum Thema Vergesellschaftung. Sie beschäftigt sich schon seit mehreren Jahren mit diesem Thema.
Max Wilken arbeitet bei communia. Er beschäftigt sich mit gemeinschaftlicher Organisation in den Bereichen Mobilität, Industrie und Energie.
Timo Laven ist Jurist. Er beschäftigt sich mit der Frage, ob ein Verbot von Vergesellschaftung mit dem Grundgesetz vereinbar wäre. Er hat seine Doktorarbeit über die Geschichte von Artikel 15 geschrieben.
Elise Jost moderiert die Veranstaltung. Sie arbeitet bei communia im Bereich Öffentlichkeitsarbeit und Social Media. Zuletzt hat sie die bisherigen Entwicklungen rund um Artikel 15 zusammengefasst.
Wir laden euch herzlich ein.
Ihr könnt:
- mehr über das Thema lernen
- andere Menschen kennenlernen
- euch vernetzen
- eure Meinung und eure Ideen einbringen
Wir freuen uns auf euch!
Wo? aquarium, Skalitzer Strasse 6, 10999 Berlin (am Kotti)
Wann? 10.10.26, 19 Uhr
Union für Cultural Commons, Berlin
Die Veranstaltung ist auf Englisch. Flüsterübersetzung ins Deutsche wird bei Bedarf angeboten.
Die Union für Cultural Commons (UCC) möchte Kulturorte als Commons organisieren. Das bedeutet: Kulturorte sollen allen offenstehen. Sie sollen demokratisch und gemeinsam organisiert werden.
Dabei bezieht sich die UCC unter anderem auf das Buch Commoning Art: Die transformativen Potenziale von Commons in der Kunst von Vera Hofmann, Johannes Euler, Linus Zurmühlen und Silke Helfrich. Die englische Ausgabe ist gerade erschienen. Gemeinsam mit Vera Hofmann veranstaltet die UCC einen Buchlaunch.
Wann? 17- 19 Uhr
Wo? aquarium
Skalitzer Strasse 6
10999 Berlin (am Kotti)
Commoning Art: Activating the Transformative Potential of Commons in the Arts (Set Margins’, 2026; deutsche Erstausgabe 2022 bei transcript) beschreibt drei Verbindungen zwischen Kunst und Commons:
Kunst für Commons, die sich mit dem Gemeinsamen beschäftigt;
Kunst als Commons, die Eigentum und Urheberrecht hinterfragt;
und Commoning Art, bei der Commoning nicht nur das Thema ist. Commoning ist hier die Art, wie gearbeitet und entschieden wird und wie mit Geld und Macht umgegangen wird.
Für die Autor:innen liegt hier das größte Potenzial für Veränderungen. In Commoning Art wird Kunst als eine Infrastruktur beschrieben. Sie wird durch gegenseitige Fürsorge, gemeinsame Verantwortung und gemeinsame Entscheidungen getragen. Es geht darum, wie Kulturarbeit langfristig funktionieren kann, ohne so stark von Markt und Staat abhängig zu sein. Das Buch gibt es als gedrucktes Buch und auch als kostenlose PDF (mit der Möglichkeit zu spenden) mit der Lizenz CC BY-NC-SA. Lesen, kopieren und weitergeben sind ausdrücklich erwünscht.
Mehr Informationen auf culturalcommons.de
Kesselbambule, Stuttgart
Stuttgart: Kundgebung und Gespräche zur Vergesellschaftung in der Mobilitätsbranche
Unsere Infrastruktur soll sich an den Bedürfnissen der Menschen orientieren und nicht vor allem an Gewinnen. Dafür muss sie in gemeinsame Hände übergehen. Dann können wir gemeinsam entscheiden, wofür sie genutzt wird.
Das ist nach Artikel 15 des Grundgesetzes möglich. Mit einer Vergesellschaftung nach Artikel 15 könnten zum Beispiel in den Automobilwerken in Stuttgart mehr öffentliche Verkehrsmittel hergestellt werden. Dann würden dort weniger Autos oder Rüstungsgüter produziert.
Kesselbambule lädt zu einer Kundgebung und Gesprächen auf dem Neckarsteg in Stuttgart ein.
Was? Kundgebung und Gespräche zum Vergesellschaftungstag
Wann? Samstag 10. Oktober 2026, von 15-17 Uhr
Wo? Auf dem Neckarsteg vom Zanthweg zum Stadtstrand Bad Cannstatt, Stuttgart.
https://www.openstreetmap.org/way/995869325
RWE und Co. enteignen, Duisburg
Mahnwache zur Vergesellschaftung von Energiekonzernen
Die Vergesellschaftung großer Energiekonzerne wie RWE klingt interessant? Dann komm zur Mahnwache von “RWE & Co. enteignen” – am 9. Oktober (anders als die anderen hier beschriebenen Veranstaltungen nicht am 10.10) in die Duisburger Innenstadt. Dort erfährst du noch mehr zum Thema.
Mit verschiedenen Quizzen, interessanten Informationen und anregenden Gesprächen.
Gemeinsam für eine gerechte Energieversorgung!
Wo? Königstraße 35, 47051 Duisburg (Bei den schwebenden Gärten in den Innenstadt)
Wann? 13 – 18 Uhr
Karlsruhe
Radtour zum bundesweiten Vergesellschaftungstag in Karlsruhe
Treffpunkt: 14:00 Uhr, MiKa Kulturhaus, Kanalweg 52, Karlsruhe
Viele Menschen organisieren schon heute Dinge gemeinsam.
Zum Beispiel:
- in Genossenschaften
- in solidarischen Landwirtschaften
- in offenen Werkstätten
- in Kunstgruppen
- bei freier Software
Sie entscheiden gemeinsam, was sie machen. Sie sind dabei nicht von großen Unternehmen abhängig.
Noch machen das nicht sehr viele Menschen. Aber das kann sich ändern.
Deshalb treffen wir uns am 10. Oktober 2026 zum ersten bundesweiten Vergesellschaftungstag des Bündnisses Alles für Alle.
Wir machen eine Radtour durch Karlsruhe.
Dabei besuchen wir verschiedene Orte.
An diesen Orten wird Vergesellschaftung schon gelebt. An anderen Orten könnte Vergesellschaftung sinnvoll sein.
Ihr macht selbst bei einer solchen Initiative mit? Dann könnt ihr eure Initiative bei der Radtour spontan vorstellen.
Für uns ist klar:
Der erste Vergesellschaftungstag ist nur der Anfang.
Wir wollen zeigen, was Vergesellschaftung bedeutet. Und wir wollen uns gemeinsam organisieren und Dinge selbst in die Hand nehmen.
PS: Die Tour findet bei jedem Wetter statt. Die genaue Route wird Anfang Oktober auf KarlsUNRUH bekannt gegeben:
https://karlsunruh.org/event/b726eced-137a-4c33-ab26-603af2f6cc6e
Website des bundesweiten Vergesellschaftungstags: https://alles-fuer-alle.org/
Hinweis zu Barrieren:
Falls ihr etwas benötigt, um an der Radtour teilzunehmen, meldet euch gerne unter offene-werkstatt(Replace this parenthesis with the @ sign)riseup.net. Wir versuchen dann, eine Lösung zu finden.
Mach mit!
Du hast Lust, dabei zu sein? Das freut uns! Wenn du bei einer Gruppe aus dem Bündnis mitmachen möchtest, schreib gerne direkt dieser Gruppe oder komm am 10.10 vorbei und lerne uns direkt kennen :).
Wenn du eine eigene Aktion gestalten willst oder einfach Lust hast, mal zu einem Treffen oder Videoanruf zu kommen, schreib uns gerne eine Mail an:
allesfueralle.buendnis(Replace this parenthesis with the @ sign)systemli.org
Kennst du Organisationen, Projekte oder Initiativen, die gut zu unserem Bündnis passen? Dann schick ihnen gerne diese Seite. Lade sie ein, Kontakt mit uns aufzunehmen.
Wir haben das Bündnis gerade erst gegründet. Deshalb sind wir noch im Aufbau. Wir freuen uns über neue Menschen, Organisationen und Initiativen, die mitmachen möchten! Im Moment organisieren wir uns vor allem über Online-Treffen und eine Signal-Gruppe.
Du möchtest bei der Signal-Gruppe dabei sein? Dann melde dich gerne bei uns.
Du kannst auch unabhängig vom Vergesellschaftungstag Teil des Bündnisses werden. Wie es nach dem 10. Oktober weitergeht, entscheiden wir gemeinsam nach dem Aktionstag. Du kannst dabei gerne mitmachen und deine Ideen einbringen.
