Societas Europaea ist die europäische Entsprechung zur deutschen Aktiengesellschaft. Ursprünglich wurde sie geschaffen, grenzüberschreitend tätigen Unternehmen die Arbeit zu erleichtern. Tatsächlich sind viele SE aber überwiegend im Inland tätig und einer Untersuchung vom November 2021 zufolge vermeiden vier von fünf großen SE die paritätische Mitbestimmung im Aufsichtsrat. Daher liegt die Vermutung nahe, dass sie oft vor allem dazu dienen, Mitbestimmung zu verhindern. Einige deutsche AGs haben ihre Rechtsform geändert, kurz bevor sie die Schwelle von 2000 Mitarbeitenden überschritten haben, ab der strengere Regeln in Bezug auf betriebliche Mitbestimmung gelten. Tatsächlich sind mehr als die Hälfte der operativ tätigen SE in der EU deutsche Unternehmen.
Siehe auch: Hans-Böckler-Stiftung: 20 Jahre Europäische Aktiengesellschaft. Idw. 17.11 2021.
