Commons

… bedeutet, dass viele gemeinsam etwas besitzen und pflegen ohne Eigentümer*innen zu sein.

Commons ist das, was vor dem Eigentum weithin existierte. Das moderne Eigentum ist dagegen ein erst junges Konzept. Eine Eigentümer*in kann andere rechtlich ausschließen, obwohl die Eigentümer*in die Sache selbst gar nicht gebraucht. Das Eigentum verdrängte die Commons im Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit mit dem Aufkommen der Marktwirtschaft. Commons nennt man auch Gemeingut oder Allmende.

… bezeichnet Ressourcen, wie Wasser, Nahrung oder Wissen, über die gemeinsam entschieden wird.

Jedes Commons beruht auf natürlichen Ressourcen und entsteht zugleich in einem besonderen sozialen Prozess. Beispielsweise Wasser: Wasser ist zunächst was es ist, H2O. Aber es wird zu dem, was wir daraus machen: entweder Ware/Privatgut, öffentliches Gut oder Commons/Gemeingut. Es kommt darauf an, wie wir mit dem Wasser umgehen und welche Regeln wir uns dafür geben.

… werden selbstorganisiert und bedürfnisorientiert produziert, verwaltet, gepflegt und genutzt.

Dieser Prozess wird als Commoning bezeichnet. Commoning findet jenseits von Markt und Staat statt. Es geht um Bedürfnisse statt Profite, Selbstorganisation statt Befehl, Kooperation statt Konkurrenz. So produziert Wikipedia zum Beispiel frei zugängliches Wissen, und in sozialen Bewegungen wie der Klimabewegunge organisieren sich Menschen gemeinsam.

Diese Beschreibungen stammen von der Website des Commons-Instituts.

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